Im April 2007 entdeckte das gleiche Team mit an der Europäischen Südsternwarte (ESO) beobachteten Daten einen zweiten Planeten: Gliese 581 c. Dieser Planet ist der kleinste bekannte Exoplanet. Er hat schätzungsweise den 1,5-fachen Erddurchmesser und etwa die fünffache Masse der Erde. Die Umlaufdauer bzw. Jahreslänge beträgt 13 Tage. Die Gleichgewichtstemperatur des Planeten wird, abhängig von der Albedo, auf zwischen −3 bis 40 °C geschätzt. Die jeweiligen Werte nehmen die geometrische Albedo von Venus bzw. Erde an. Diese Gleichgewichtstemperatur berücksichtigt eine etwaige gebundene Rotation nicht, in diesem Fall würden die Hemisphärentemperaturen stark von diesem Wert abweichen. Im Falle einer Atmosphäre wäre die tatsächliche Oberflächentemperatur außerdem durch einen natürlichen Treibhauseffekt erhöht, der von der spektralen Strahlungsverteilung des Zentralsterns und der Atmosphärenzusammensetzung abhängt. Dennoch ist Gliese 581 c grundsätzlich ein interessantes Forschungsobjekt bei der Suche nach außerirdischem Leben (Zur Entwicklung desselben vgl. unter chemische Evolution). Falls es dort Wasser geben sollte, könnte es flüssig sein. Eventuell sind Planet und Stern aber auch in einer gebundenen Rotation gekoppelt. In diesem Fall wäre eine Seite des Planeten dem Zentralgestirn immer zugewandt, die andere immer abgewandt. Auf der sonnenzugewandten Seite wären die Temperaturen für flüssiges Wasser zu hoch, auf der abgewandten Seite würde Wasser lediglich als Eis vorkommen.
Der Nachweis gelang durch einen Spektrographen, der in La Silla, Chile, betrieben wird. Es wurden Rot- und Blauverschiebungen untersucht, die in Abhängigkeit zum Umlauf des Planeten stehen.
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gliese_581#Gliese_581_c:_2007_entdeckt_und_m.C3.B6glicherweise_erd.C3.A4hnlich